Bitcoin durchbrach am 21. Januar die Unterstützungsmarke von 90.000 USD und markierte damit den niedrigsten Stand seit über einer Woche, da eine massive Welle von Hebelpositionen aufgelöst wurde und den Derivatemarkt traf. Die Kursentwicklung verzeichnete ein Intraday-Tief nahe 89.162 USD, bevor er sich erholte und um 89.368 USD gehandelt wurde, was einen Rückgang von etwa 1,9 % für die Sitzung bedeutete. Dieser dramatische Rücksetzer fiel mit dem 12-Stunden-Relative-Stärke-Index (RSI) auf -33,7 und deutet auf überverkaufte Bedingungen hin und hebt die aggressive Natur der erzwungenen Liquidationen hervor.
Massive Liquidationen von Long-Positionen dominieren
Nach Daten von CoinGlass erreichte die Gesamtsumme der Liquidationen auf den Kryptomärkten in den letzten 24 Stunden 708,88 Mio. USD, davon stammten 648,78 Mio. USD von Long-Positionen, während nur 60,09 Mio. USD von Short-Positionen stammten. In den 12 Stunden bis zum Rückgang wurden 466,40 Mio. USD liquidiert – 422,68 Mio. USD aus gehebelten Long-Positionen gegenüber 43,72 Mio. USD aus Shorts. Insgesamt wurden 166.432 Trader aus ihren Positionen gewischt, was verdeutlicht, wie fragil gehebelte Märkte bei raschen Kursänderungen sein können.
Auswirkungen auf Marktstruktur und Sentiment
Der erzwungene Deleveraging hat die Margins effektiv zurückgesetzt und könnte den kurzfristigen Verkaufsdruck zumindest vorübergehend dämpfen, da kaskadierende Liquidationen abklingen. Allerdings trägt der Bruch der Marke von 90.000 USD psychologisches Gewicht, und ein erneutes Zurückerobern dieser Schwelle könnte weitere Abwärtsbewegungen nach sich ziehen, falls die Risikostimmung gedämpft bleibt. Historisch gesehen haben ähnliche RSI-Tiefs nahe -30 im 12-Stunden-Chart zu volatilen Erholungen geführt, aber Trader sollten vorsichtig bleiben, angesichts der erhöhten Empfindlichkeit gegenüber ereignisgesteuerten Schlagzeilen.
Ausblick
Wichtige Unterstützungsniveaus liegen zwischen 88.500 und 89.000 USD, während sich Widerstand an der Schwelle von 90.000 USD entwickeln könnte. Eine anhaltende Erholung über 90.000 USD würde signalisieren, dass die akuteste Phase des Deleveraging vorbei ist; der Verlust dieser Marke könnte jedoch weitere Margin Calls und Stop-Loss-Trigger nach sich ziehen. Letztendlich werden die Marktteilnehmer beobachten, ob Spot-Käufer einspringen, um den Verkaufsdruck zu absorbieren, oder ob sich Risk-off-Momentum fortsetzt und das kurzfristige Handelsdynamik dominiert.
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