Die Financial Intelligence Unit (FIU) Südkoreas, eine Behörde der Financial Services Commission, informierte Bithumb am 10. März 2026 über eine vorläufige, teilweise sechsmonatige Geschäftssperre, nach Feststellungen von Mängeln bei der Geldwäschebekämpfung (AML) und der Kundenverifizierung. Die Mitteilung—ausgelöst durch angebliche Transaktionen mit nicht gemeldeten ausländischen Betreibern virtueller Vermögenswerte—richtet sich gegen neue Krypto-Transfers von Nutzern, während bestehende Nutzer Einzahlungs-, Abhebungs- und Handelsrechte behalten.
Die FIU hob Mängel in Bithumbs Know-Your-Customer (KYC)-Verfahren und der Aufsicht über grenzüberschreitende Transaktionsströme hervor. Staatsanwaltschaftliche Quellen deuten darauf hin, dass der Geschäftsführer der Börse mit disziplinarischen Maßnahmen konfrontiert sein könnte, und die FIU wird noch in diesem Monat einen Ausschuss zur Sanktionsprüfung einberufen, um die disziplinarischen Maßnahmen abzuschließen. Regulierungsbehörden können während des formellen Durchsetzungsprozesses Strafen anpassen, was Bithumb die Gelegenheit gibt, Gegenargumente vorzubringen und Sanierungspläne vorzulegen.
Diese Maßnahme unterstreicht die zunehmende regulatorische Aufsicht über südkoreanische Börsen, nach den Durchsetzungsmaßnahmen gegen Dunamu (Upbit) und Korbit Ende 2025. Dunamu erhielt eine dreimonatige Sperre und eine Geldstrafe von ₹35,2 Milliarden, während Korbit Warnungen und eine Strafe in Höhe von ₹2,73 Milliarden erhielt. Marktbeobachter sehen den Fall Bithumb als Prüfstein für die Entschlossenheit der FIU, AML-Regeln einheitlich durchzusetzen, mit möglichen Folgewirkungen für inländische und regionale Plattformen für digitale Vermögenswerte.
Branchenakteure beobachten die Beratungen des Ausschusses und das potenzielle Sanktionen-Spektrum, das vollständige Auszahlungsbeschränkungen, eingefrorene Einzahlungen oder gestaffelte Geldstrafen umfassen könnte. Die Compliance-Einheit von Bithumb hat interne Verfahrensüberholungen angekündigt, darunter eine verstärkte Transaktionsüberwachung und verbesserte Due-Diligence-Verfahren. Die Börse arbeitet mit externen Prüfern und Rechtsberatern zusammen, um Reputations- und Betriebsfolgen zu mildern.
Regulierungsbeobachter erwarten die endgültige Entscheidung der FIU bis Ende März. In der Zwischenzeit stehen die Wettbewerbsbörsen Coinone und GOPAX vor parallelen Prüfungen. Die sich entwickelnde Durchsetzungslandschaft in Südkorea unterstreicht die globale Betonung der AML-Compliance im Kryptomarkt und setzt Plattformen unter Druck, das Kundenerlebnis mit einer strengen regulatorischen Einhaltung in Einklang zu bringen oder riskieren betriebliche Einschränkungen.
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