Am 6. Februar 2026 verursachte ein Mitarbeiterfehler bei Bithumb, dass 695 Kunden insgesamt 620.000 BTC gutgeschrieben wurden – ungefähr 42 Milliarden US-Dollar – statt der vorgesehenen 620.000 KRW (423 US-Dollar) Preisgeldpool. Der Fehler, verursacht durch das Eingeben von Werbebeträgen in BTC statt KRW, wurde innerhalb weniger Minuten sichtbar, als Hunderte von BTC auf die Konten der Nutzer auftauchten.
Bithumb entdeckte den Fehler nach 35 Minuten und setzte Handel und Abhebungen für betroffene Konten aus; zu diesem Zeitpunkt hatten 86 Nutzer rund 1.788 BTC zu Preisen verkauft oder abgehoben, die 15–17% unter dem weltweiten Durchschnitt lagen. Die Börse widerrief interne Buchungseinträge rasch, wobei 99,7% der Phantomguthaben wiederhergestellt wurden. Allerdings blieben etwa 125 BTC – im Wert von rund 9 Millionen US-Dollar – ungesichert zurück, nachdem einige Nutzer Gelder abgehoben oder in andere Token umgewandelt hatten.
Die Financial Supervisory Service (FSS) und das Parlament leiteten Untersuchungen zu Bithumbs internen Kontrollen und Anti-Geldwäsche-Praktiken ein. FSS-Gouverneur Lee Chan-jin bezeichnete den Vorfall als „katastrophal“ und kritisierte unzureichende Systemvorkehrungen. Rechtsexperten wiesen darauf hin, dass koreanisches Recht Krypto-Assets anders behandelt als Vermögenswerte, was potenzielle strafrechtliche Anklagen erschwert. Bithumb entschuldigte sich, verpflichtete sich, Zahlungsprozesse neu zu gestalten und Kontrollsysteme zu verbessern, und führte Einzelgespräche, in denen zu freiwilligen Rückgaben aufgerufen wurde, um zivilrechtliche Klagen zu vermeiden.
Dieser betriebliche Fehler unterstreicht systemische Risiken im Ledger-Management der Börse und hat Forderungen nach strengeren Aufsichts- und Sicherheitsstandards für Börsen erneut entfacht. Marktteilnehmer warten auf politische Maßnahmen, die eine obligatorische Versicherung, Echtzeit-Audits und verbesserte Ausfallsicherungen umfassen könnten, um künftige Fat-Finger-Vorfälle zu verhindern.
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