Der 9. Januar 2026 verzeichnete Optionen im Wert von über 2,2 Milliarden US-Dollar auf Bitcoin und Ethereum, die bei Deribit verfallen sind und die Spotpreise nahe wichtiger Max-Pain-Niveaus ausrichteten. Das Open Interest von Bitcoin-Calls und -Puts belief sich auf 10.105 Kontrakte gegenüber 10.633 Puts, was zu einem Put-to-Call-Verhältnis von 1,05 führte. Ethereum-Optionen zeigten 67.872 Calls gegenüber 59.297 Puts, was einem Verhältnis von 0,87 entspricht und auf eine stärker auf steigende Kurse ausgerichtete Positionierung hindeutet.
Um 08:00 UTC notierte Bitcoin bei rund 90.985 USD, während Ethereum um die 3.113 USD schwankte. Die symmetrische Struktur des Bitcoin-Optionsmarkts und die asymmetrische Positionierung bei Ethereum haben Hedging durch Market Maker ausgelöst, das die richtungsabhängige Volatilität bis zur Abwicklung unterdrückt. Market Maker haben Delta- und Gamma-Exposition angepasst, um rund um die Max-Pain-Strikes abgesichert zu bleiben und so die Spot-Preise in engen Spannen zu verankern.
Volatilitätskompression war über alle großen Krypto-Assets hinweg deutlich zu beobachten, wobei die 30-tägige implizite Volatilität für Bitcoin auf 38% und für Ethereum auf 42% fiel, verglichen mit 45% bzw. 48% zu Beginn der Woche. Trader erwarten, dass gerichtete Bewegungen wieder auftauchen, sobald Hedging-Druck nach dem Ablauf nachlässt, was möglicherweise einen signifikanten Ausbruch in eine der Richtungen ermöglichen könnte.
Wichtige makroökonomische Katalysatoren verstärken die kryptospezifischen Dynamiken. Der US-Nonfarm Payroll-Bericht für Dezember soll um 13:30 UTC veröffentlicht werden, mit Konsensschätzungen von etwa 73.000 zusätzlichen Arbeitsplätzen und einer Arbeitslosenquote von 4,5%. MarketWatch-Ökonomen warnen, dass stärkeres Lohnwachstum die dovishe Ausrichtung der Federal Reserve gefährden könnte, was die Anleiuerträge erhöhen und nicht renditebringende Vermögenswerte wie Bitcoin belasten könnte.
Später heute wird der Oberste Gerichtshof der USA eine Entscheidung zur Legalität der unter Notstandsvollmachten des Präsidenten verhängten Zölle treffen, was die globale Handelssentiment beeinflussen könnte. Prognosemärkte neigen zu einer Entscheidung, die die Zollbefugnis einschränkt, was potenziell Gegenwind für Risikopositionen bedeutet. Trader positionieren sich auf gemischte Ergebnisse, da Politik- und Gerichtsentwicklungen sich überschneiden, um die Dynamik des Kryptomarktes zu formen.
Analysen von Deribit zeigen, dass nach dem Ablauf die Volatilität oft zunimmt, wenn abgesicherte Positionen aufgelöst werden. Historische Präzedenz aus dem Dezember-2025-Verfall zeigt eine intraday-Bewegung von 7% bei Bitcoin innerhalb von 24 Stunden nach der Optionsabwicklung. Die Reaktion von Ethereum auf den Max-Pain-Verfall war etwas gedämpft, könnte jedoch eine schärfere Richtungstendenz zeigen, wenn Ether die Unterstützung über 3.100 USD hält.
Insgesamt stellt das Zusammenfallen von Optionsablauf, Arbeitsmarktdaten und gerichtlichen Entscheidungen ein komplexes Risikoumfeld dar. Trader und Investoren wird geraten, die Strukturen der impliziten Volatilität sowie Veränderungen im Offenen Interesse zu beobachten, um Anzeichen für ein Rebalancing der Händler zu erkennen. Eine klare Richtungsorientierung könnte sich heute später oder zu Beginn des Montags ergeben, während der Markt diese überlappenden Katalysatoren verdaut.
Kommentare (0)