Das Nationale Zentrum Chinas für den Notfalleinsatz gegen Computer-Viren veröffentlichte am 11. November einen Bericht, in dem behauptet wird, dass US-Strafverfolgungsbehörden 127.000 Bitcoin beschlagnahmt hätten, die 2020 dem LuBian-Mining-Pool zuvor gestohlen worden waren. Der Bericht schreibt den ursprünglichen Diebstahl einem Bedrohungsakteur auf staatlicher Ebene zu und argumentiert, dass die anschließende Maßnahme des US-Justizministeriums eine laufende Operation derselben Organisation darstelle, statt einer routinemäßigen Beschlagnahme von Vermögenswerten.
Die technische Analyse von CVERC skizziert einen Zeitplan, in dem die gestohlenen Bitcoins bis Mitte 2024 inaktiv blieben, als das Blockchain-Überwachungsunternehmen Arkham Transaktionsflüsse identifizierte, die Gelder zu Wallets umleiteten, die mit US-Behörden in Verbindung stehen.
Der Bericht zufolge wurden fortgeschrittene Werkzeuge eingesetzt, um die Übertragung von Vermögenswerten zu verschleiern, was auf ausgeklügelte Taktiken hindeutet, die mit staatlich geförderten Operationen übereinstimmen. Arkhams forensische Kennzeichnung verstärkte die Behauptung, dass US-Behörden die abschließende Überweisung von verdeckten Wallets durchgeführt haben.
Die US-Regierung beharrt darauf, dass die Beschlagnahme von Bitcoin eine legitime Maßnahme der Strafverfolgung war, die auf Erlöse aus Cyberkriminalität abzielt. Ein Sprecher des Justizministeriums bezeichnete die Maßnahme als Teil standardmäßiger Verfahren zur Wiedererlangung von Vermögenswerten, die mit einem komplexen Betrugsschema verbunden sind, und hob die Einhaltung internationaler Rechtsrahmen hervor. Das US-Finanzministerium hat zum Zeitpunkt der Veröffentlichung keine weiteren Stellungnahmen abgegeben.
Zentrale Anschuldigungen
- Gestohlene Vermögenswerte: 127.000 BTC (ca. 13 Milliarden USD bei aktuellen Bewertungen)
- Ursprünglicher Hack: 2020er-Hack des LuBian-Mining-Pools
- Beschlagnahmezeitpunkt: Mitte 2024 – Wallet-Überweisungen an US-Adressen
- Ankläger: CVERC (China)
- Streitpunkt: Vorgehen der US-Justizbehörden
Der Bericht hebt die potenziellen geopolitischen Auswirkungen grenzüberschreitender Vermögensrückführungen im Bereich der Kryptowährungen hervor. Chinesische Staatsmedien stellten das Ereignis als Eskalation der Spannungen dar, während Rechtsanalysten die Herausforderung betonen, souveräne Ansprüche in dezentralen Netzwerken in Einklang zu bringen. Branchenexperten weisen darauf hin, dass Klarheit in bilateralen Abkommen und Abkommen über gegenseitige Rechtshilfe erforderlich sein könnte, um Ansprüche auf unrechtmäßige Beschlagnahme zu klären.
Eine unabhängige Verifizierung des CVERC-Berichts ist bisher nicht öffentlich bekannt geworden. Forschungsorganisationen, die On-Chain-Daten verfolgen, bestätigen beträchtliche Überweisungen, aber die Zuordnung bleibt der Interpretation basierend auf Wallet-Heuristiken und Transaktionsmetadaten vorbehalten. Beobachter warnen, dass Transparenz der Blockchain Rechtsstreitigkeiten über das Eigentum nicht löst, die auf nationale Gerichtsbarkeit und vertragliche Verpflichtungen beruhen.
Der Vorfall unterstreicht anhaltende Spannungen zwischen den großen Volkswirtschaften über Kontrolle und Regulierung digitaler Vermögenswerte. Mit zunehmender Verbreitung von Kryptowährungen könnten Vermögensrückführungsoperationen stärker mit nationalen Sicherheitsaspekten in Berührung kommen. Weitere Entwicklungen werden erwartet, während beide Seiten Beweise vorlegen und über diplomatische Kanäle miteinander kommunizieren.
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