Übersicht über DFSA-Änderungen
Am 12. Januar 2026 verabschiedete die Dubai Financial Services Authority Änderungen an ihrem regulatorischen Regelwerk für das Dubai International Financial Centre. Zentrale Änderungen umfassen ein Verbot von Finanzdienstleistungen, die Privatsphäre-Token wie Zcash und Monero betreffen, sowie jedes Anonymisierungsgerät, das Transaktionen anonymisieren soll.
Verbot von Privatsphäre-Token
Gemäß GEN-Regel 3A.2.2 dürfen lizenzierte Firmen und Einzelpersonen keine Dienstleistungen im Zusammenhang mit Privatsphäre-Token oder -Geräten innerhalb oder vom DIFC aus durchführen. Öffentliche Angebote und Werbeaktionen für diese Vermögenswerte sind ebenfalls untersagt, um sicherzustellen, dass das regulierte Finanzsystem rückverfolgbare und prüfbare Flüsse digitaler Vermögenswerte beibehält.
Umstellung auf Token-Eignung auf Unternehmensebene
Die DFSA hat ihre vorgeschriebene Whitelist der anerkannten Krypto-Tokens entfernt. Lizenzierte Firmen müssen nun eigenständig Due Diligence durchführen, ihre Bewertungen offenlegen und fortlaufende Überprüfungen der Token-Eignung für Kunden vornehmen, wodurch die Krypto-Regulierung mit den traditionellen Wertpapieraufsichtspraktiken in Einklang gebracht wird.
Zugang institutioneller Fonds
Die Beschränkungen für Investmentfonds und strukturierte Produkte wurden gelockert. Schwellenwerte und Höchstgrenzen für Fondsallokationen in digitale Token wurden aufgehoben, sofern Unternehmen robuste Risikomanagement-, Verwahrungs- und Governance-Protokolle anwenden, die eine breitere institutionelle Beteiligung an konformen Krypto-Assets ermöglichen.
Ausrichtung an AML-Standards
Der Fokus auf Nachverfolgbarkeit und Bewertungen auf Unternehmensebene schärft die Einhaltung des DIFC in Bezug auf globale Rahmenwerke zur Geldwäschebekämpfung (AML) und zur Bekämpfung der Finanzierung von Terrorismus (CFT). Der Ausschluss von Vermögenswerten, die Anonymität erhöhen, spiegelt einen risikobasierten Ansatz wider, der überwachte, prüfbare Transaktionen priorisiert.
Strategische Auswirkungen
Diese regulatorischen Anpassungen bringen die DIFC näher an Europas MiCA-Regime und den US-amerikanischen Rahmen für digitale Asset-ETFs. Durch eine Balance zwischen Datenschutzbedenken und institutionellem Zugang strebt Dubai an, seine Ambitionen als Krypto-Hub zu stärken und Fondsmanager, Broker und Verwahrer anzuziehen.
Marktreaktion
Nach der Ankündigung der DFSA zeigten sich große Krypto-Börsen und Vermögensverwalter bereit, die Vorschriften einzuhalten, wobei sie die gestiegene Nachfrage nach regulierten Token-Angeboten hervorhoben. Branchenkommentatoren betrachten die Änderungen als Stärkung Dubais Attraktivität für institutionelle Krypto-Vorhaben.
Fazit
Dubais regulatorische Umgestaltung markiert einen bedeutenden Schritt in der Entwicklung der Kryptopolitik der Freizone. Durch das Verbot von Privacy-Assets und die Befähigung von Firmen, die Token-Eignung festzulegen, bekräftigt DIFC sein Engagement für rückverfolgbare, institutionell hochwertige digitale Märkte.
Kommentare (0)