Verzögerung spiegelt die Komplexität des Gesetzes wider, sagt Coinbase-Stratege
John D’Agostino, Leiter der Strategie bei Coinbase Institutional, wandte sich in einem CNBC-Interview den Branchensorgen um das Tempo des Digital Asset Market CLARITY Act zu. Er setzte das CLARITY Act mit dem Genius Act in Beziehung und betonte, dass Marktstrukturgesetzgebung von Natur aus mit nuancierten Fragen wie Regeln für Handelsplätze, Reserveanforderungen und Definitionen digitaler Vermögenswerte umgeht. „Ich verstehe völlig, warum das länger dauert“, bemerkte D’Agostino und hob hervor, dass grundlegende Rahmenwerke umfangreiche Stakeholder-Einbindung und technische Überprüfung erfordern.
Das CLARITY Act zielt darauf ab, umfassende bundesstaatliche Marktstrukturregularien für digitale Vermögenswerte zu schaffen. Zu den wichtigsten Bestimmungen gehören Registrierungspflichten für Handelsplattformen, Verwahrungsstandards für Verwahrer und Definitionen für die Tokenklassifizierung. Der erweiterte Prüfungsprozess hat Kritik ausgelöst, während Forderungen nach einer beschleunigten Verabschiedung laut wurden; D’Agostino argumentierte jedoch, dass gründliche Prüfung zu robusteren regulatorischen Ergebnissen führen werde.
Globale regulatorische Entwicklungen geben Auftrieb
D’Agostino verwies auf parallele Fortschritte in internationalen Rechtsordnungen, darunter Europas MiCA-Rahmenwerk und klargestellte Richtlinien in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Er zitierte Äußerungen des AI- und Krypto-Zars des Weißen Hauses, David Sacks, der auf die Möglichkeit eines grünen Lichts für das Gesetz im Januar hindeutete. „Sobald die Gesetzgeber die Auswirkungen verdauen können, wird es eine brennende Plattform geben, um diese Regeln zu finalisieren“, sagte D’Agostino. Er stellte fest, dass der Genius Act, der im Juli verabschiedet wurde, sich mit begrenzten Umfangsfragen befasste, während der CLARITY Act weitreichende Markt-Mikrostrukturfragen adressiert.
Auswirkungen auf Krypto-Investitionsströme
Regulatorische Unsicherheit hat Anlageprodukte belastet, wobei CoinShares Abflüsse in Höhe von 952 Millionen USD auf Verzögerungen bei der Gesetzgebung zur Marktstruktur digitaler Vermögenswerte zurückführen. Die Abflüsse verdeutlichen die Empfindlichkeit der Anleger gegenüber Klarheit der Politik. D’Agostino betonte, dass die Verabschiedung umfassender Regeln das Vertrauen wiederherstellen und Kapitalbildung sowie On-Chain-Aktivität erleichtern würde.
Der erfahrene Trader Peter Brandt äußerte, dass die Verabschiedung des Gesetzes zwar notwendig sei, die direkte Auswirkung auf den Bitcoin-Preis jedoch möglicherweise marginal sein könnte. „Notwendig, sicher, aber nichts, das den Wert neu definieren sollte“, sagte Brandt gegenüber Cointelegraph. Branchenvertreter haben betont, dass eine robuste Governance der Märkte für digitale Vermögenswerte entscheidend für nachhaltiges Wachstum ist.
Nächste Schritte und legislative Aussichten
Der Fortschritt des Gesetzentwurfs durch Ausschuss- und Abstimmungsverfahren wird dessen Zeitplan bestimmen. Coinbase und andere Branchenbeteiligte haben sich mit Gesetzgebern darauf eingelassen, die Entwurfssprache zu verfeinern. Eine erfolgreiche Verabschiedung wird voraussichtlich die US-Regulierungsrahmen mit globalen GegenstĂĽcken in Einklang bringen und weitere institutionelle Ăśbernahmen sowie Integration mit TradFi-Systemen unterstĂĽtzen.
Quelle: CNBC, CoinShares-Bericht.
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