Ether erlebte über einen Zeitraum von zwei Tagen eine schwere Korrektur und fiel von seinem Anfang November-Niveau um mehr als 20 %, da Marktteilnehmer Risiken neu bewerteten. Der Rückgang war gekennzeichnet durch eine Kaskade von Zwangliquidationen, wobei fast 1 Milliarde Dollar in gehebelten ETH-Derivate-Positionen ausgelöscht wurden. Der plötzliche Abfall sah ETH kurzzeitig nahe seinen Mitte-Juli-Tiefs handeln, was auf verringerte ETF-Zuflüsse und zurückhaltende institutionelle Nachfrage hindeutet. On-Chain-Daten deuteten darauf hin, dass Long-Positionen die primären Opfer waren, da Trader, die auf eine anhaltende Aufwärtsseite wetteten, ihre Sicherheiten inmitten rasch fallender Preise erschöpft sahen. Eine Analyse von 10x Research deutete darauf hin, dass die größten ETH-Treasury-Firmen ihre Kapazität, das Asset zu unterstützen, ausgeschöpft haben, wodurch eine Lücke für zusätzliche Nachfrage entsteht. BitMine, ein prominenter Konsolidator in diesem Bereich, soll über 3,4 Millionen ETH halten, sah sich jedoch unrealisierten Verlusten von über 2 Milliarden USD gegenüber. Das Fehlen weiterer Käufer an wichtigen Unterstützungszonen erhöhte die Wahrscheinlichkeit weiterer Abwärtsbewegungen, wobei eine Zielspanne von 2.700 bis 2.800 USD als nächstes potenzielles Bodenlevel identifiziert wurde. Das Interesse der Privatanleger zog sich ebenfalls deutlich zurück, wie Suchtrend-Metriken zeigen, die auf 13 % des Jahreshöhepunkts zurückgehen. Das Zusammentreffen schwindender ETF-Zuflüsse, gedämpften Einzelhandelsengagements und erschöpfter Treasury-Finanzierungskapazitäten veranlasste einige Analysten, vor anhaltender Volatilität zu warnen. Strategische Stakeholder wägen nun das Gleichgewicht zwischen opportunistischem Zukauf und Risikomanagement ab, wobei einige institutionelle Teilnehmer vorerst abseits stehen. Die breitere Marktkapitalisierung des Kryptomarkts schrumpfte während der Korrektur um über 100 Milliarden USD, was die Korrelation zwischen Ether-Bewegungen und der allgemeinen Marktsentiment unterstreicht. Stakeholder beobachten Treasury-Adressenaktivität und Derivate-Finanzierungsraten auf Signale einer Stabilisierung, bevor Positionen wieder eingehen.
Die Korrektur folgte auf eine Phase starker Akkumulation zu Beginn des Herbstes, in der Ether-ETFs im Juli und August Zuflüsse von 9,5 Milliarden USD verzeichneten, was den Preis bis auf etwa 4.500 USD trieb. Als sich die Stimmung drehte, wurden diese ETF-Investoren netto Verkäufer, nachdem 850 Millionen USD aus den Vehikeln flossen, nach dem Oktober-Flash-Crash. Der Rückgang der Einzelhandelsstimmung spiegelte sich in einem Rückgang des durch Stablecoins gestützten Handelsvolumens wider, was die Verschiebung der Marktdynamik hervorhob. Kommentatoren bemerkten, dass technische Indikatoren, wie wiederholte Versuche, den 200-Tage-Durchschnitt zu halten, den Abwärtstrend verstärkten. Einige Trading-Desks schlugen vor, dass kurzfristige Trader Absicherungen aufbauen oder ihr Exposure reduzieren könnten, während längerfristige Inhaber auf überverkaufte Bedingungen warten könnten. Branchenveteranen wiesen auf die Notwendigkeit frischer Katalysatoren hin, sei es durch regulatorische Klarheit oder erneuerte institutionelle Projekte, um die Nachfrage neu zu entfachen. Ohne positive Entwicklungen könnte der Weg der Erholung langwierig sein, insbesondere wenn makroökonomische Gegenwind, einschließlich einer hawkish Geldpolitik der Zentralbanken, bestehen bleibt. Investoren beobachten nun aufmerksam kommende Netzwerk-Upgrades und Entwicklerkonferenzen auf potenzielle Narrative, um erneutes Engagement zu fördern. Governance-Foren und Protokoll-Treasuries stehen ebenfalls unter Beobachtung als Nachfrager nach ETH, die bis vor Kurzem dezentrale Finanzaktivitäten getragen hatten. Während der Markt die Folgen verdaut, richten sich alle Augen auf On-Chain-Liquidität, Finanzierungsraten und institutionelle Treasury-Bewegungen als Signale einer Bodenbildung.
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