Nach einem starken Start ins Jahr 2026 erlebten digitale Vermögenswerte am 18. und 19. Januar 2026 eine plötzliche und schwere Korrektur, wobei die gesamte Marktkapitalisierung der Kryptowährungen innerhalb von 12 Stunden um rund 100 Milliarden US-Dollar fiel. Der Zusammenbruch ließ Bewertungen von 3,20 Billionen US-Dollar auf den Tiefstand von 3,09 Billionen US-Dollar zurückfallen, bevor sie sich bis zum Redaktionsschluss am 19. Januar in der Nähe von 3,10 Billionen US-Dollar stabilisierten.
Vermögensleistung
- Bitcoin (BTC) fell um 3 Prozent von über 95.000 US-Dollar auf 92.762 US-Dollar.
- Ethereum (ETH) sank um 4,2 Prozent von 3.350 US-Dollar auf 3.197 US-Dollar.
- XRP fiel um 4 Prozent von 2,06 US-Dollar auf 1,96 US-Dollar.
Der synchronisierte Rückgang über alle wichtigen Token hinweg deutet auf ein systemisches Liquiditätsereignis hin, statt vermögenswertspezifischer Katalysatoren.
Hebelwirkung und Derivate
Die Blockchain-Analytik von CoinGlass zeigt, dass die vorangegangene Rally überwiegend von Derivate-Positionen getragen wurde. Hohe Open Interest in Perpetual- und Futures-Kontrakten machte den Markt anfällig für einen Liquiditätsengpass. Mit der Umkehr der Preise verschärften Zwangliquidationen den Abwärtsdruck.
Makro- und geopolitische Faktoren
Geopolitische Spannungen — insbesondere erneute Bedenken hinsichtlich eines US-EU-Handelskrieges — trugen zu einer breiten Risk-off-Haltung bei. Gleichzeitig verstärkte eine geringe Wochenend-Liquidität die Preisschwankungen. Traditionelle Rohstoffe wie Silber und Gold folgten der Bewegung, stiegen um 4,1 Prozent bzw. 2,2 Prozent, da Anleger Zufluchtsorte suchten.
Kurzfristiger Ausblick
Analysten warnen, dass Bitcoin das Unterstützungsniveau von 92.000 US-Dollar möglicherweise nicht halten kann, weitere Verluste in Richtung 89.600 US-Dollar möglich wären, wobei das Tief vom 31. Dezember bei 87.147 US-Dollar als potenzielle nächste Untergrenze gilt. Umgekehrt könnte eine zügige Liquidation von Leverage den Weg für eine technische Erholung in Richtung 95.400 US-Dollar in den kommenden Tagen ebnen.
Der Vorfall unterstreicht die erhöhte Empfindlichkeit der Krypto-Märkte gegenüber derivativen Strömen und externen Risikoshocks und hebt die Notwendigkeit tieferer Liquidität sowie verbesserter Risikomanagement-Rahmenwerke hervor.
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