Morgan Stanley beantragt Genehmigung für Bitcoin- und Solana-ETFs
Morgan Stanley hat am 6. Januar 2026 um 12:25:49 UTC Registrierungsunterlagen bei der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC eingereicht, um die Genehmigung zur Einführung börsennotierter Fonds zu beantragen, die an Bitcoin- und Solana-Preisbewegungen gekoppelt sind. Damit ist dies der erste direkte Krypto-ETF-Antrag einer größeren US-Bank.
Die Unterlagen beantragen die Zulassung zur Notierung von zwei separaten Fonds, einem, der den Spotpreis von Bitcoin abbildet, und einem zweiten, der mit Solana verknüpft ist; dies spiegelt das wachsende Interesse institutioneller Investoren an digitalen Vermögenswerten unter sich entwickelnden regulatorischen Rahmenbedingungen wider. Jüngste Verbesserungen, wie das Office of the Comptroller of the Currency (OCC), das Banken die Abwicklung von Kryptotransaktionen erlaubt, sowie überarbeitete SEC-Regeln für Spot-Krypto-ETFs, gaben den Anstoß für diese Initiative.
Branchenbeobachter weisen darauf hin, dass ETFs Anlegern Vorteile bieten, darunter höhere Liquidität, Verwahrungssicherheit und vereinfachte Compliance im Vergleich zum direkten Besitz von Kryptowährungen. Traditionelle Vermögensverwalter und Bereiche der Vermögensberatung ermöglichten zuvor indirektes Krypto-Exposure; die vorgeschlagenen ETFs würden Morgan Stanley als aktiven Produktanbieter statt als passiven Verwahrer positionieren. Analysten gehen davon aus, dass eine Genehmigung beträchtliche Zuflüsse anziehen könnte, aufgrund des Vertriebsnetzes und der Kundenbasis der Bank.
Historischer Kontext zeigt, dass die ersten in den USA gelisteten Spot-Bitcoin-ETFs vor zwei Jahren von der SEC genehmigt wurden, was eine Welle von Anträgen durch Vermögensverwalter auslöste. Der Antrag von Morgan Stanley unterscheidet sich von früheren Anträgen anderer Banken, die typischerweise auf Verwahrdienstleistungen fokussiert waren. Die vorgeschlagenen Fonds könnten institutionelle, High-Net-Worth- und Retail-Segmente gleichzeitig bedienen, abhängig von den endgültigen Fondsstrukturen und den Mindestanlageanforderungen.
Bei Genehmigung durch die SEC plant Morgan Stanley, die bestehende Handelsinfrastruktur und Verwahrpartnerchaften zu nutzen, um den Fondsbetrieb zu unterstützen. Zu den wichtigsten Überlegungen der Regulierungsbehörden gehören Marktüberwachung, Bereitstellung von Liquidität und Maßnahmen gegen Manipulation, um die Interessen der Anleger zu schützen. Die Zeitpläne für eine Entscheidung bleiben unsicher, aber Marktteilnehmer erwarten eine Entscheidung innerhalb von sechs Monaten nach Einreichung, was den regulatorischen Prüfstandards für neue Fondsangebote entspricht.
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