Am 6. Januar 2026 reichte Morgan Stanley beim U.S. Securities and Exchange Commission Form S-1-Registrierungsunterlagen für zwei Spot-Kryptowährungs-Exchange-Traded Funds ein: den Morgan Stanley Bitcoin Trust und den Morgan Stanley Solana Trust. Beide vorgeschlagenen Vehikel sind als passive Anlageinstrumente strukturiert, die darauf abzielen, die Performance der zugrunde liegenden Token zu halten und nachzubilden. Erste Einreichungen deuten darauf hin, dass die Anteile an öffentlichen Börsen notiert werden, vorbehaltlich späterer 19b-4-Mitteilungen. Treuhand- und Verwahrrollen wurden der CSC Delaware Trust Company zugewiesen, wobei Morgan Stanley Investment Management als Sponsor fungiert. Die Unterlagen beschreiben die Kaltlagerung eines erheblichen Teils der privaten Schlüssel, ergänzt durch Online-Wallets für operative Liquidität. Es wird kein spekulativer Handel mit Spot-Tokens stattfinden, um strikte Indexverfolgungsmandate sicherzustellen.
Dieser Schritt platziert Morgan Stanley unter den führenden Akteuren an der Wall Street, die ihr Engagement in regulierten digitalen Vermögenswerten vertiefen. Die Vermögensverwaltungsabteilung der Bank betreut über 19 Millionen Kunden (Stand April 2025), was einen potenziellen Zufluss von institutionellem Kapital bedeutet. Anfang 2026 verzeichneten US-Spot-Bitcoin-ETFs Zuflüsse von rund 1,1 Milliarden USD in den ersten beiden Handelstagen, was die starke Nachfrage der Investoren unterstreicht. Die Einreichungen folgen Richtlinienänderungen von Bank of America und Vanguard, die Beratern ermöglichen, Bitcoin-ETFs in Kundenportfolios zu empfehlen. Die Einführung eines Solana-fokussierten Trusts spiegelt das wachsende Interesse an Hochdurchsatz-Smart-Contract-Netzwerken wider, die über führende Vermögenswerte hinausgehen. Marktteilnehmer rechnen mit verbesserter Liquidität und engeren Bid-Ask-Spreads für Spot-ETFs nach der Genehmigung, was die Preisfindung stärkt. Regulatorische Unterlagen markieren einen Wendepunkt und signalisieren, dass traditionsreiche Finanzinstitute das Management von Kryptowährungen als integralen Bestandteil des Mainstream-Investmentangebots betrachten. Laufende Kundenansprache und Produktbildungsinitiativen werden voraussichtlich mit jeder Listungsfreigabe einhergehen, da Morgan Stanley darauf abzielt, digitale Vermögenswerte in diversifizierte Vermögensprofile zu integrieren. Vor der Prüfung durch die SEC könnten diese Unterlagen eine neue Phase der institutionellen Akzeptanz und Marktentwicklung im Jahr 2026 und darüber hinaus einleiten.
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