Der Mitbegründer von Ethereum, Vitalik Buterin, hat einen umfassenden Rahmen vorgeschlagen, um das Netzwerk gegen potenzielle Entwicklerabwanderung zukunftssicher zu machen. Unter dem Namen „Walkaway-Test“ skizziert die Initiative sieben entscheidende Upgrades, die darauf abzielen, die Betriebsfähigkeit von Ethereum unabhängig von laufenden Protokollwartungen zu bewahren.
Der Walkaway-Test fordert:
- Durch post-quantum-kryptographische Algorithmen vollständige Quantenresistenz.
- Skalierbarkeitsverbesserungen durch ZK-EVM-Implementierungen und Partitioned Data Availability Samplers (PeerDAS).
- Eine langlebige Zustandsarchitektur, die Jahrzehnte Transaktionshistorie ohne Leistungsabfall unterstützen kann.
- Universelle Kontenabstraktion zur Vereinheitlichung der Modelle von Benutzer- und Vertragskonten.
- Ein Gasplan frei von Denial-of-Service-Schwachstellen und optimiert für vorhersehbare Gebührenabschätzungen.
- Ein dezentralisiertes Proof-of-Stake-Konsensmodell, das eine ausreichende Knotenvielfalt und Staking-Verteilung gewährleistet.
- Zensurresistente Blockerstellungsprotokolle zur Aufrechterhaltung einer zulassungsfreien Transaktionsaufnahme.
In einem am 12. Januar um 09:06 UTC veröffentlichten Beitrag argumentierte Buterin, dass Ethereum-Protokoll, sobald diese Benchmarks erreicht seien, lediglich Parameteraktualisierungen erforderlich sein sollten, um auftretende Probleme zu adressieren, statt kontinuierlicher Hard Forks. Er verglich die gewünschte Robustheit mit dem Besitz eines Hammers: Das Werkzeug müsse funktionieren, unabhängig davon, ob der Hersteller noch existiert.
Der Vorschlag betont die Dringlichkeit der Quanten-Sicherheit und besagt, dass das Erreichen einer kryptografischen Sicherheitsstufe, die 100 Jahre lang sicher ist, nicht zugunsten kurzfristiger Optimierungen aufgeschoben werden darf. Buterin skizziert eine Roadmap, nach der mindestens ein Testkriterium pro Jahr erfüllt wird, wodurch grundlegende Verbesserungen im nächsten Entwicklungszyklus beschleunigt würden.
Die Entwicklergemeinschaft von Ethereum reagierte positiv, und führende Stimmen lobten die Vision einer langfristigen Dezentralisierung. Kommentare in den sozialen Medien hoben die Notwendigkeit einer Infrastruktur hervor, die als zuverlässige öffentliche Infrastruktur funktioniert und Funktionsfähigkeit behält, selbst wenn ursprüngliche Architekten das Projekt verlassen.
Aus Governance-Sicht könnte der Übergang zu parametrischen Updates Ethereum mit herkömmlichen Standards für Softwarewartung in Einklang bringen und den sozialen Aufwand im Zusammenhang mit Netzwerktrennungen verringern. Validatoren würden On-Chain-Abstimmungen verwenden, um zentrale Kennzahlen anzupassen, was den bestehenden Gas-Limit-Governance-Mechanismen entspricht.
Analysten weisen darauf hin, dass die Erreichung vollständiger Quantenresistenz eine umfassende Koordination zwischen Client-Teams und Kryptographie-Experten erfordern wird. Skalierbarkeitsziele hängen von der Reife der ZK-EVM-Tools ab, während Verbesserungen der Zustandsarchitektur möglicherweise neue Pruning- oder Sharding-Strategien erfordern könnten.
Buterins Rahmen betont die Entwicklung von Ethereum von einer experimentellen Smart-Contract-Plattform zu einer Infrastruktur der Unternehmensklasse. Da das Netzwerk sich seinem siebten Jahrestag nähert, könnte der Walkaway-Test in den Diskussionen der Community über Nachhaltigkeit, Dezentralisierung und Sicherheit eine zentrale Rolle spielen.
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